Kastenfenster

KastenfensterDie hier beschriebene Fensterkonstruktion besteht in der Verbindung eines vorhandenen oder neuen Einfachfensters und einem in der Regel raumseitig dahinter neu angeordneten Isolierglasfenster. Mit dieser Lösung bleibt die Außenansicht des Baudenkmals unverändert erhalten, während die technische Leistungsfähigkeit (Winddichtheit, Wärmeschutz, Schallschutz, Einbruchhemmung) der Gesamtkonstruktion sehr stark verbessert werden kann. Bei dem neu anzuordnenden Innenfenster ist die Öffnungsmöglichkeit der vorhandenen Flügel, die bauliche Situation im Fensterbankbereich, die Tiefe der Leibung, die Wandverkleidung, zu berücksichtigen. Bei der Neukonstruktion von Kastenfensteranlagen können Höchstwerte beim Wärme- und Schallschutz erreicht werden.

Denkmalpflegerische Beurteilung

Der Umbau zum Kastenfenster wird in der Regel dort als technische Lösung anzustreben sein, wo die Erhaltung historischer Einfach-Fenster aus denkmalfachlicher Sicht gefordert wird.

Dabei müssen Gestaltung, Lage und Anschlag der neuen Innenflügel sehr genau mit dem vorhandenen Innenausbau abgestimmt werden, sodass eine eingehende Absprache mit den Denkmalschutzbehörden im Vorfeld der Fensterplanung unbedingt notwendig ist. Sollte die Ausbildung eines Kastenfensters z.B. wegen der hochwertigen Innenausstattung oder ungünstiger baulicher Voraussetzungen nicht möglich sein, kann eine Verbesserung des Wärmeschutzes auch mit anderen Konstruktionen, z.B. durch das Anbringen von Winterfenstern (Vorfenstern außen) erreicht werden.



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