Fenster + Baugeschichte

Kurze Geschichte des Fensterbaus…

Die historische Entwicklung - der Fortschritt - auf dem Gebiet des Fensterbaus ist gekennzeichnet durch die Überwindung material- und fertigungsbedingter Beschränkungen.

Fenster im heutigen Sinne kennt man bei uns erst seit dem Mittelalter. Maueröffnungen, die mittels hölzerner Läden verschlossen werden konnten, sorgten für Tageslicht und für Luftaustausch. Behandelte Tierhäute, Leinwand, Pergamentpapier, Schweinsblasen dienten zunächst zum Verschließen der Fensteröffnungen.

Fensterglas, mundgeblasen und mit Fliehkraft gedreht, ermöglichte die Bleiverglasung, die zunächst aus Kostengründen nur in Kirchenbauten verwendet wurde. Zylinderglasherstellung und Guss- bzw. Walzglas veränderten im 17. Jahrhundert der Fensterbau, weil größere Scheiben produziert und eingesetzt werden konnten. Das Tischlerhandwerk, im Barock schon auf hohem Niveau, konnte die Risszeichnungen der Baumeister durch fachgerechte Holzauswahl und Holzbearbeitung umsetzen. Präzision und Passgenauigkeit erlaubten die unterschiedlichsten Profilierungen. Schutz und Pflege mittels geeigneter Anstrichstoffe verlängerten die Haltbarkeit der Fenster. Wachsende Fertigkeit in der Metallverarbeitung, ließen neue Beschläge aufkommen, die wieder völlig neue Funktionsmöglichkeiten eröffneten.

…und was wir daraus lernen können

Formenvielfalt und Gestaltungskunst im Fensterbau erreichten Ihrte Blütezeit wohl um die Jahrhundertwende. Fenster waren auch zu dieser Zeit immer eingebunden in die Gesamtarchitektur eines Gebäudes. Sie setzen Akzente, gaben einem Haus ein unverwechselbares Gesicht, ohne die Fassadenharmonie zu stören.

Diese historischen Einzelheiten muß man kennen und erfassen, ehe man Erhaltungs- oder Sanierungsentscheidungen trifft. Materialtreue, Funktionstreue und Formentreue sind angemessen zu berücksichtigen. (Vergleichen Sie dazu unsere Sanierungsmöglichkeiten).

Fenster und Türen, die historische Orginale ersetzen, müssen sich in Material und Gestaltung sowie in der Funktion möglichst genau am jeweiligen Vorbild orientieren. Als Werkstoff kommt nur das authentische Material Holz in Frage. Nur mit Holz ist die Nachbildung der aus dem Holzbau entwickelten historischen Formen, der zahllosen Profilvarianten überhaupt logisch, verständlich und sinnvoll. Und auch wirtschaftlich umsetzbar.

Deshalb können Bauherren, Architekten und auch Denkmalschützer nur gewinnen, wenn ein erfahrener Fensterbauer mit in der Mannschaft ist.



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