Werkstoff Holz: Eigenschaften

Verarbeitung und Eigenschaften

Ein Blick in die Baugeschichte beweist: kein anderer Werkstoff kann seine Haltbarkeit überzeugender nachweisen als Holz. Dafür müssen wir natürlich nicht bis nach Florenz fahren und in die Renaissance zurückblicken. Auch bei uns sind viele über hundert Jahre alte Fenster im Gebrauch und werden bei entsprechender Pflege noch von unseren Enkeln bewundert werden können. So haben sich durch die Zeiten Handwerkstraditionen und Techniken entwickelt, die eine lange Lebensdauer der Holzfensters garantieren.

Durch den Einsatz modernster Techniken und weiterentwickelter Verfahrensweisen lassen sich solche "Kunststücke" heute überraschend preiswert herstellen.

Fenster und Türen müssen Tag für Tag viel aushalten. Hitze, Kälte, Regen und Sturm wirken auf die Oberfläche ein. Auch das beste Holz würde ungeschützt bald vergrauen.

Oberflächenbehandlung

Holzfenster werden heute am losen Holzstück nach der Profilierung imprägniert und erhalten so eine sehr tiefreichende und dadurch dauerhaft schützende Grundierung. Eine absolut gleichmäßige Oberfläche, aufgetragen mit moderner Lackiertechnik, ist erwiesenermaßen dreimal stärker als ein Anstrich von Hand. So erfordert es heute einen geringen Pflegeaufwand, um die Freude am Holzfenster zu erhalten.

Gute Eigenschaften

Wer ein Holzfenster bei kaltem Wetter berührt, fühlt sofort, was Wärmedämmung bedeutet. Man kann es auch in Zahlen nennen: so wird mit dem U-Wert ausgedrückt, dass mit 1,1 bis 1,6 W/m2K, Holz die bestmögliche Wärmedämmung besitzt. Ein mit Wärmeschutzglas versehenes Holzfenster ist ein ideales Bauteil für ein Niedrigenergiehaus. Spezielle Konstruktionen erreichen U-Werte von 0,8 W/m2K. Moderne Holzkonstruktionen mit entsprechender Verglasung erreichen optimale Schalldämmwerte bis zur Höchstklasse 6, womit der Straßen- und Fluglärm gebannt ist.

Da kann kommen was will, Holz ist stabil. Nachweisbar verhält es sich als einziger Fensterrohstoff längenneutral bei Temperaturunterschieden. Dicht oder nicht dicht ist also keine Frage an ein Holzfenster und ein plötzlicher Schlagregen oder heftiger Wind wird daran nichts ändern.

Dieser besagte, sehr günstige "Ausdehnungskoeffizient" des Holzes, schenkt dem Bauherrn und Architekten auch eine nahezu unerschöpfliche Gestaltungsvielfalt.
Detailgetreue Zierprofile, zusammen mit vielerlei Sprossenlösungen, schaffen daraus ein stilvolles und individuelles Ambiente.

In der deutschen Holz- und Forstwirtschaft mit seinen vor- und nachgelagerten Produktionsstufen wird ein Umsatzvolumen von rund 180 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das sind ca. 7,8 % des Bruttoinlandsprodukts.

Holz schafft Arbeitsplätze!

Etwa 1,3 Millionen Menschen finden in diesem Wirtschaftszweig Arbeit. Besonders Holzfensterhersteller stärken die regionale Wirtschaft. Denn Holzfenster werden überwiegend in regionalen Mittelstandsbetrieben produziert. Ein erheblicher Anteil der oben genannten Beschäftigten findet in den rund 5.000 Betrieben des deutschen Fenster- und Fassadenbaus Arbeit und fertigt jährlich rund 2,9 Millionen Fenstereinheiten aus Holz- und Holz-Aluminium.

Das hoch qualifizierte Handwerk sorgt nicht nur für viele Arbeitsplätze, sondern sichert auch mit einer fundierten Ausbildung für entsprechenden Nachwuchs und eine hervorragende Qualität.

Quelle: Positionspapier des BPH - www.proholzfenster.de

Das schafft nur Holz!



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