Aktuelle Bauvorhaben: Bahnstadt Heidelberg "Man darf im Passivhaus die Fenster öffnen" - September 2011

Bahnstadt Heidelberg

Es hat sich viel getan in der Bahnstadt. Vor ziemlich genau einem Jahr brauchten die Teilnehmer der Führung der RNZ-Sommertour ein gutes Stück mehr Fantasie, um sich auszumalen, wie der neue Stadtteil einmal aussehen soll. Beim jüngsten Besuch im August 2011 war schon etwas weniger Vorstellungskraft erforderlich. Denn die Gebäude der Bahnstadt wachsen stetig.

Den Teilnehmern der Sommertour der Rhein-Neckar-Zeitung wurden zunächst von Mitarbeitern des Stadtplanungsamtes die Basisdaten der Bahnstadt erläutert: Mit 116 Hektar ist das Areal zwischen Bahnschienen, Pfaffengrunder Feld, Speyerer Straße und Henkel-Teroson-Straße größer als die Altstadt, und wenn alles fertig ist, sollen einmal rund 4000 Menschen dort wohnen.

Bahnstadt Heidelberg, RNZ Sommertour - Foto: Sven HoppeDas markanteste Gebäude des Stadtteils wird die "Skylabs" beherbergen, Büroräume und Labore für Unternehmen aus den Lebenswissenschaften. Bei den "Schwetzinger Terrassen" steht die erste Wohnanlage bereits im Rohbau. Dort wurden die RNZ-Abonnenten von Henning Saalbach von der städtischen Wohnungsbaugesellschaft GGH erwartet, dem Bauherrn. Er begleitete die beiden Gruppen in den zukünftigen Innenhof und erläuterte, dass die Wohnungen - wie in der gesamten Bahnstadt - im Passivhausstandard errichtet werden. Das heißt, dass sie pro Jahr nur eine Heizleistung von 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohnfläche benötigen. Das ist im Optimalfall 90 Prozent weniger als bei einem konventionellen Wohnhaus. Und er räumte auch mit einem gern erzählten Mythos auf: "Man darf im Passivhaus auch die Fenster öffnen."

Wie ist der Stand auf der Baustelle?
Sind die Fenster schon eingebaut?
Werfen Sie einen Blick auf die Webcam:

Webcam Objekt Bahnstadt Heidelberg (stündliche Aktualisierung)

Bei den "Schwetzinger Terassen" der Bahnstadt sind wir mit Fensterkonstruktionen aus Holz und Holz-Alu auf Passivhausniveau beteiligt. Bei vier von zehn Gebäuden haben wir die Fenster bereits hergestellt und montiert.

Passend zu dem oben genannten Slogan "man darf im Passivhaus auch die Fenster öffnen" fand kürzlich das 8. Heidelberger Passivhausseminar statt, bei dem wir mit einem Stand beteiligt waren. Die Fachveranstaltung spricht Architekten, Ingenieure, Handwerker, Baugesellschaften und Bauträger an, um über aktuelle technische und architektonische Entwicklungen der Passivhaustechnologie zu informieren.

Geschäftsführer und Diplom-Ingenieur (Architekt) Rainer Rutsch informierte rund um das Passivhaus, nicht nur zum Thema Fenster. 

Das Passivhaus-Praxisseminar wurde von der Stadt Heidelberg veranstaltet. Partner sind die Architektenkammer Heidelberg und die Klimaschutz- und Energieberatungsagentur Heidelberg- Nachbargemeinden (KliBA) gGmbH.



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