Aus der Presse: Mit modernisierten Fenstern in die Neuzeit - Juni 2016

Denkmalschutz und Energieeffizienz schließen sich nicht gegenseitig aus

Artikel aus der Rhein-Neckar-Zeitung vom 24.06.2016

Neuester technischer Stand der Fenster, perfekt passend zur denkmalgeschützten Villa Reiner in Heidelberg - KLICK für Weiterleitung zum ProjektAltbauten bestechen durch ihre Großzügigkeit und ihren hochherrschaftlichen Auftritt: „Liebhaber klassischer Architektur legen Wert auf hohe Decken, breite Treppenhäuser sowie reichhaltig verzierte Räume und Fassaden. Der große Nachteil: Sind alte Fenster und Türen verbaut, hapert es oft mit der Wärmedämmung und in der kalten Jahreszeit entsteht durch verzogene Rahmen und früher übliche Einfachverglasungen ein eiskalter Luftzug, gegen den man kaum anheizen kann“, erklärt Dipl.-Ing. Rainer Rutsch von der Firma Fensterbau Rutsch aus Meckesheim. Eine Lösung für dieses gravierende Problem bieten spezialisierte Fenster- und Fassadenfachbetriebe. Sie können heutzutage selbst komplizierte Aufgabenstellungen realisieren, die ganz nah am Original liegen, gleichzeitig aber viel effizienter, sicherer und komfortabler sind.

Von der Denkmalbehörde zum neuen Fenster

Bevor man sich an das Modernisierungsprojekt heranwagt, sollte auf jeden Fall das Gespräch mit der zuständigen Denkmalbehörde gesucht werden. Diese muss das Vorhaben nach Prüfung aller Unterlagen erst noch genehmigen. „Ziel des Denkmalschutzes ist immer der Erhalt des Originals. Wenn dies nicht sinnvoll beziehungsweise machbar ist, müssen Lösungen umgesetzt werden, die überwiegend dem historischen Vorbild entsprechen", erklärt Dipl.-Ing. Rainer Rutsch. Dies gelte in der Regel sowohl für die Art der Konstruktion, als auch für die verwendeten Materialien, die Profilierung, die Oberflächenbehandlung sowie die Art der Montage. „In all diesen Belangen soll und muss dem ursprünglichen Charakter des Hauses Rechnung getragen werden." Dies gelte allerdings nicht für die Punkte Energieeffizienz, Sicherheit und Komfort: „Hier gibt es Lösungen von gut und preiswert bis hin zu High-end-Varianten in Form von perfekt ausgebildeten Nachbauten“, so Rainer Rutsch. „Diese bieten eine verbesserte Wärmedämmung, einen erhöhten Schallschutz, sie sind leicht zu öffnen und zu schließen und auch Einbrecher haben an ihnen keine Freude mehr.“ Für den Einbau in denkmalgeschützte Gebäude können beispielsweise Wärmedämmfenster hergestellt werden, die dem Original bis ins Detail nachempfunden sind. Nicht minder interessant sind Verbundfenster aus zwei Flügeln, die sich wie ein Einfachfenster öffnen und schließen lassen. Dank ihrer schmalen Profile sehen sie dem alten Original täuschend ähnlich. „Für Modernisierungen von denkmalgeschützten Gebäuden gibt es die Möglichkeit der steuerlichen Absetzbarkeit. Abgesetzt werden können dabei auch neue Fenster, da sie zum Erhaltungsaufwand des geschützten Gebäudes zählen. Allerdings muss die Denkmalbehörde diese Aufwendungen zuvor in die für den Steuerabzug erforderliche Bescheinigung eintragen“.



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