Holzfenster sichern Arbeitsplätze - Mai 2017

Die Holzwirtschaft ist mittelständisch geprägt. Es gibt nur einige Großunternehmen der Holzwerkstoff-, Zellstoff- und Papierindustrie. Die Betriebe der Möbelindustrie, des Holzhandels, das Zimmererhandwerks, Tischler- und Schreinerhandwerks sowie die Sägeindustrie bestehen aus mittelständischen Betrieben, größtenteils inhabergeführt, die vor allem in ländlichen Bereichen eine wichtige Erwerbsquelle sind.

Der Cluster Forst und Holz: mehr Beschäftigte als die Automobilindustrie

Nach Beschäftigten und Umsatz zählt die Forst- und Holzwirtschaft zu den Leitbranchen Deutschlands. Der Wirtschaftszweig hat mehr Beschäftigte als die Automobil- oder die Elektroindustrie. Der Sektor beschäftigt fast eine Million Menschen, umfasst rund 160.000 Betriebe und erzielt einen jährlichen Umsatz von etwa 114 Milliarden Euro.

Die heimische Forstwirtschaft bildet mit ihrer „Produktionsfläche“ von rund elf Millionen Hektar die bei weitem wichtigste Rohstoffquelle für die nachgelagerten Branchenzweige der Holzwirtschaft. Die jährlich bereitgestellten Rohholzmengen werden vor allem von der Papier- und Zellstoff-, Holzwerkstoff- und Sägeindustrie aufgenommen. Ein immer größerer Anteil des Holzes wird für die Energieerzeugung genutzt. Das zu Halbwaren verarbeitete Rohholz findet seine weitere Verwendung in den nächst höheren Wertschöpfungsstufen wie dem Holz- und Fertigbau, der Möbelindustrie, dem Holzhandwerk oder dem Handel.

Die Holzwirtschaft besteht neben einigen Großunternehmen der Holzwerkstoff-, Zellstoff- und Papierindustrie weit gehend aus mittelständischen Betrieben. Dazu gehören Sägewerke, Holzhandel, Möbelwirtschaft, Verpackungs- und Fertigbauindustrie sowie Zimmerer-, Tischler- und Schreinerhandwerk. Größtenteils handelt es sich um inhabergeführte Familienbetriebe, die in ländlichen, strukturschwachen Regionen angesiedelt sind. Damit hat die Holzwirtschaft eine besondere Bedeutung für die regionale Wirtschaftsstruktur und deren Arbeitsmarkt.

Die wirtschaftliche Bedeutung der heimischen Holzwirtschaft wird in Zukunft weiter steigen. Ausschlaggebend hierfür ist nicht nur ihre hohe Innovationskraft, sondern auch das vorhandene Rohstoffpotential und die Besinnung auf nachwachsende Rohstoffe zugunsten von Klima und Umwelt. Durch neue Entwicklungen in Technologie und Konstruktion erobert sich die Holzwirtschaft vor allem im Bauwesen ihr einst traditionelles Terrain zurück. Ein weiterer Aspekt: Bei der Be- und Verarbeitung von Holz entsteht kaum Abfall. Alle Nebenprodukte und Reststücke, die bei der Produktion innerhalb einer Branche anfallen, sind wertvolle Rohstoffe für andere Branchen der Holzwirtschaft oder für die eigene Energiegewinnung.

Quelle: DHWR Deutscher Holzwirtschaftsrat e.V.



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