Bewerben - aber richtig!

Bewerben - aber richtig!Du hast die Schule beendet und befindest dich auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz im Handwerk? Dann wirst du vielleicht zum ersten Mal in deinem Leben eine Bewerbung schreiben. Worauf musst du achten, damit deine Bewerbungsmappe nicht sofort aussortiert wird und wie kannst du bei deinem potenziellen Arbeitgeber einen besonderen Eindruck hinterlassen? Wir geben dir einige Tipps und haben ein Musterschreiben mit Checkliste zusammengestellt.

Um Chancen auf den gewünschten Ausbildungsplatz zu haben, sollte deine Bewerbungsmappe auf jeden Fall ein Anschreiben, einen Lebenslauf (mit Foto) und Anlagen, wie z.B. Zeugnisse oder Bescheinigungen über Praktika, beinhalten. Kein Muss, aber eine schöne Aufwertung sind ein Deckblatt für deine Bewerbungsmappe und eine „3. Seite“, auf der du noch einmal deine Stärken und besonderen Eigenschaften sowie deine Motivation für die Lehrstelle zusammenfasst.

Der Erfolg deiner Bewerbung beginnt bei der äußeren Form. Eselsohren, Fettflecken oder ein unpassendes Foto können je nach Betrieb schon ein Ausschlusskriterium sein. Wenn der Arbeitgeber deine Mappe bereits nach dem ersten Eindruck beiseitelegt, nützt dir auch ein noch so gut formuliertes Anschreiben oder ein bestechender Lebenslauf nichts gegenüber deinen Mitbewerbern. Gebe daher lieber ein paar Euro für eine ordentliche Bewerbungsmappe aus, schreibe die Seiten mit einem Textverarbeitungsprogramm auf dem Computer und fertige ordentliche Portraitbilder in einem Fotostudio an. Wenn du dir unsicher bist, ob die äußere Form den Anforderungen entspricht, scheue dich nicht, vorab noch einmal deine Eltern oder einen Freund darüber schauen zu lassen.

Wieso bewerbe ich mich?

Zentraler Bestandteil deiner Bewerbung ist das Anschreiben. Bevor du mit dem Schreiben beginnst, solltest du dir darüber Gedanken machen, warum du dich für diese Ausbildung und den ausgewählten Betrieb entschieden hast. Informiere dich zum Beispiel vorab auf der Webseite des jeweiligen Handwerk-Fachverbandes über die Ausbildungsinhalte. Eine gute Anlaufstelle zu allen Fragen rund um die Ausbildung ist auch der Zentralverband des Deutschen Handwerks, den du im Internet unter zdh.de findest.

Genauso solltest du dich vorab über den Betrieb informieren, bei dem du deine Ausbildung absolvieren möchtest. Verschaffe dir zum Beispiel auf der Webseite des Unternehmens ein Bild von der Arbeitsumgebung und deinen potenziellen Kollegen. Ein aufmerksamer Personaler wird sofort erkennen, ob du dich auf deine Bewerbung vorbereitet und wirklich ein ernsthaftes Interesse an der Ausbildungsstelle hast.

Was sind meine Stärken?

In deinem Anschreiben solltest du nicht nur erklären, warum du dich bewirbst, sondern klar herausstellen, weshalb du der oder die Richtige für den Ausbildungsplatz bist und wie du dich von deinen Mitbewerbern abhebst. Es ist wichtig, deine Stärken herauszuarbeiten ohne dabei in Eigenlob zu versinken und womöglich zu übertreiben. Bleibe immer ehrlich, objektiv und versuche für deinen potenziellen Chef nachvollziehbar zu argumentieren. Am besten kannst du deine Eigenschaften an konkreten Beispielen belegen. Wenn du dich selbst etwa als „sportlich“ bezeichnest, stärkt es deine Glaubwürdigkeit, wenn du auch in einem Sportverein Mitglied bist.

Ein inhaltlich gelungenes Anschreiben wird deinen zukünftigen Arbeitgeber noch mehr überzeugen, wenn es stilistisch ansprechend formuliert ist. Falls du dir unsicher bist, lasse unbedingt noch einmal jemanden aus dem Familien- oder Freundeskreis darüber lesen, ob alles verständlich ist. Achte auch darauf, dass dein Anschreiben die richtige Länge hat. Eine DIN-A4-Seite gilt in der Regel als angemessen. Informiere dich am besten noch vor der Erstellung des Anschreibens über passende Schrifttypen und -größen, Abstände und weitere Formatierungsrichtlinien, z.B. in einem Ratgeber oder im Internet. Ein beinahe sicheres Ausschlusskriterium sind zudem viele Rechtschreibfehler. Verwende unbedingt ein Korrekturprogramm und lege am besten ein Wörterbuch griffbereit.

Schule - und sonst?

Wenn du mit deinem Anschreiben überzeugen konntest, muss nun der Lebenslauf dem kritischen Blick deines potenziellen Arbeitgebers standhalten. Standard ist inzwischen eine tabellarische Darstellung und im Gegensatz zum Anschreiben kein Fließtext. Dein Lebenslauf soll dem Personaler einen Überblick über deine Person, deine Schulbildung, Berufserfahrung und deine Interessen und Fähigkeiten geben.

Zu den persönlichen Daten gehören, neben deinem vollständigen Namen, deine Anschrift und Kontaktmöglichkeiten – am besten Telefon und E-Mail. Außerdem solltest du dein Geburtsdatum und die Namen deiner Eltern mit aufführen. Hobbies können wahlweise auch im Bereich deiner Interessen und Kompetenzen aufgelistet werden. Stationen deiner schulischen und beruflichen Bildung solltest du chronologisch (das Neuste zuerst) mit Angabe der genauen Zeiträume (Tag/Monat/Jahr) aufführen. Neben dem Namen der Ausbildungsstätte (ab der Grundschule) sollte der Ort angegeben werden. Zögere nicht, Praktika oder Schnupperkurse mit aufzulisten; auch ein vermeintlich kleiner Punkt in deiner Bewerbung kann am Ende den Ausschlag geben. Zuletzt solltest du besondere Kenntnisse und Fähigkeit erwähnen. EDV- und Sprachkenntnisse können ein großer Pluspunkt für deine Bewerbung sein. Fasse außerdem deine persönlichen Stärken stichpunktartig zusammen.

Einfluss auf die Lehrstellenvergabe haben in der Regel auch dein Schulzeugnis und sonstige Leistungsnachweise. Unverzichtbar ist das Abschlusszeugnis deiner Schule oder ein aktuelles Zwischenzeugnis, falls du dich noch in der Ausbildung befindest. Willst du dich von deinen Mitbewerbern abheben oder trotz mäßiger Noten Chancen auf den Ausbildungsplatz haben, empfiehlt es sich, Leistungsnachweise über Praktika, Weiterbildungen, einen Nebenjob oder ein Ehrenamt beizulegen. Viele Personaler schätzen erste Erfahrungen im Berufsleben. Wichtig: Lege alle Nachweise immer nur in Kopie bei und bewahre die Originale gut auf.

Meinst du nun bereit für deine Bewerbung zu sein? Wirf einen Blick auf unsere Checkliste und die Muster für Anschreiben und Lebenslauf.

Quelle: Deutsche Handwerkszeitung - Steffen Guthardt


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Beruf Glaser: Reiner Richert - 06226 / 9250-52
Beruf Industriekaufmann: Daniel Ernst 06226 / 9250-16

 

Downloads / Mediadateien: 
- Muster Anschreiben
- Muster Lebenslauf
- Checkliste Bewerbung


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