Alte Sternwarte Mannheim

Alte Sternwarte Mannheim

Im Mai 2015 wurde die abgeschlossene Außensanierung der Alten Sternwarte gefeiert - unter anderem mit musikalischen Darbietungen und Lesungen. Höhepunkt des Abends war eine Lichtinstallation, die an den "Mannheimer Meridian" erinnern sollte.

Etwa ein Jahr liefen die Bauarbeiten für die Sanierung. Bereits im Jahr 2009 schloss sich das Aktionsbündnis "Alte Sternwarte" zusammen und setzte sich für die Alte Sternwarte ein. Die Baumaßnahmen für die Außenfassade haben bereits eine Million Euro gekostet. Während der Arbeiten seien laut Oberbürgermeister Peter Kurz immer mehr zusätzliche Probleme aufgetreten, die behoben werden mussten. Dennoch habe auch die Unterstützung mit der Zeit zugenommen.

Nun ist zumindest die Außenfassade saniert worden - der erste Teil der geplanten Baumaßnahmen. "Im zweiten Schritt muss die Innensanierung vorangehen", so Helen Heberer, SPD-Landtagsabgeordnete. Und das wird wohl noch ein wenig Zeit in Anspruch nehmen. "Innen muss noch etliches gemacht werden", sagt Henz-Best, stellvertretende Vorsitzende vom Freundeskreis Mannheimer Planetarium.

Wenn sowohl außen als auch innen saniert wurde, steht ein neues Projekt an: Ein kleines Nebengebäude mit Besuchertoiletten, einer Garderobe und einem Stuhllager. Damit soll die Sternwarte öffentlich zugänglich gemacht werden, erklärt Heberer.

Das Gebäude und den Ort hält Oberbürgermeister Peter Kurz für naturwissenschaftlich und kulturhistorisch bedeutsam. Zwar wisse er nicht, wie realistisch das sei, aber nach der Komplettsanierung sehe er in der Alten Sternwarte die Möglichkeit auf ein UNESCO Weltkulturerbe.

Der Höhepunkt des Abends war eine Lichtinstallation - ein Lichtstrahl von der Alten Sternwarte bis zum nördlichen Einmesspunkt, der Pyramide am Mannheimer Industriehafen, sollte an den "Mannheimer Meridian" erinnern. "Ein Ereignis mit historischer Tragweite, das wir mit unserer Aktion sichtbar werden lassen wollen", so Heberer.

Text: Mannheimer Morgen

Wir waren für Beratung, Konstruktion, Bau und Montage denkmalgetreuer Fenster zuständig. Zur Ausführung kamen hochwertige Eichenfenster mit unserer schmalen Sprosse 22.

Die zur Zeit des Kurfürsten Carl Theodor in den Jahren 1772-1775 erbaute Sternwarte war lange vernachlässigt worden und befindet sich baulich in schlechtem Zustand. Um das historische Bauwerk zu retten, hatte sich auf Initiative der SPD-Landtagsabgeordneten und Stadträtin Helen Heberer im Jahr 2011 ein Aktionsbündnis gegründet, dem neben Bürgern und dem „Verein Stadtbild“ auch Institutionen wie die Reiss-Engelhorn-Museen, Stadtarchiv, Planetarium und Technoseum mitsamt den jeweiligen Freundeskreisen angehören.

Alte Sternwarte Mannheim - Ansichtszeichnung und Querschnitt von Traitteur 1811 © rhein-neckar-industriekultur.deNeben der großen Spendenbereitschaft aus der Bürgerschaft ist es mit Unterstützung der Stadtverwaltung und aller politischer Parteien des Gemeinderats inzwischen gelungen, auch Fördergelder auf Bundes- und Landesebene sowie des Denkmalschutzes zu erhalten, so dass die geschätzten Gesamtkosten der Sanierung über 1,7 Millionen Euro gesichert sind. Für die Außensanierung mit Restaurierung der Sandsteingesimse, Balkone und Eisengeländer, Fassadenputz und Erneuerung der Fenster wird eine Million Euro veranschlagt. Umfangreiche Arbeiten sind auch im Inneren fällig. Neben der Sanierung des Foyers und Treppenhauses erstrecken sich die Arbeiten in den zuletzt als Künstlerateliers genutzten Wohnungen bis zum vierten Obergeschoss auf die Sanierung von Haustechnik, Fenster und Türen. Mit der Sanierung des Außenbereichsmit Hof und Grünfläche addieren sich die Kosten dieses Abschnitts auf 700 000 Euro. Nach Abzug der Fördermittel geht die Stadtverwaltung insgesamt von einem städtischen Eigenanteil von rund 600 000 Euro aus, der sich durch Spenden des Aktionsbündnisses Sternwarte und des „Vereins Stadtbild“ weiter verringert. Diese bürgerschaftlichen Gruppen haben sich einen Beitrag von 230 000 Euro zum Ziel gesetzt. Wie  SPD-Fraktionschef Ralf Eisenhauer in Vertretung Heberers betonte, seien hier noch umfangreiche Handwerkerleistungen hinzuzurechnen, die als unentgeltliche Hilfe in Aussicht gestellt wurden. „Mit 540 000 Euro aus der Denkmalpflege sowie der Städtebauförderung hat Mannheim hier sehr gut abgeschnitten“, räumte Baubürgermeister Lothar Quast ein. Für die Kostenübernahme der Innensanierung der Sternwarte gab es anschließend die einhellige Zustimmung aller Ausschussmitglieder.

Text: Rhein-Neckar-Zeitung



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