Schloss Mannheim

Schloss Mannheim

Das Schloss Mannheim gehört mit seinem riesigen Ehrenhof, einer Schaufront von über 400 Metern Länge und einer umbauten Fläche von sechs Hektar zu den größten Barockschlössern Europas.

 

Historisches

Schloss Mannheim 1725

Das Schloss Mannheim geht auf die 1606 von Kurfürst Friedrich IV. gegründete Festung „Friedrichsburg“ zurück. Im Pfälzischen Erbfolgekrieg wurde das einfache Schloss zerstört. Erst 1720 ließ Kurfürst Carl Philipp den Grundstein zu einem neuen, repräsentativen Schlossbau legen. Carl Philipps Nachfolger, Kurfürst Carl Theodor, ließ die mächtige Schlossanlage weiter ausbauen. Bei der äußeren Gestaltung behielt er den repräsentativen Stil des Barock bei. 1777 erbte Kurfürst Carl Theodor das Kurfürstentum Bayern und siedelte mit dem Hofstaat nach München über. Nach dem Übergang der Kurpfalz an Baden diente Schloss Mannheim von 1806 bis 1811 dem Erbgroßherzogspaar Carl von Baden und Stéphanie de Beauharnais als Wohnsitz. Früh verwitwet kehrte Stéphanie 1818 nach Mannheim zurück. Das ehemalige kurfürstliche Appartement wurde nun im modernen Empire-Stil eingerichtet. Durch die Privatgesellschaften der Großherzoginwitwe erlebte Schloss Mannheim seine zweite Blüte. 1918 ging das Schloss in den Besitz des Freistaates Baden über. Ein Schlossmuseum wurde 1926 eingerichtet.

Schloss Mannheim 2. Weltkrieg ©schloss-mannheim.deDer Zweite Weltkrieg legte die einst so prächtige Residenz in Schutt und Asche. Nach dem Krieg wurde das Schloss wieder aufgebaut und einige wenige Räume rekonstruiert. Aber erst 2007 wurden das ursprüngliche Mansardendach des Mittelbaus, einige Raumensembles und der Ehrenhof wiederhergestellt. Damit kehrten auch 800 kostbare Objekte zurück, die einst zur Ausstattung des Schlosses gehört hatten.

Heutige Situation & Sanierungsarbeiten

Von den Raumausstattungen der Vorkriegszeit ist allein die Kabinettsbibliothek der Kurfürstin weitgehend erhalten. Im Mittelbau wurden um 1960 einige Räume (u.a. Treppenhaus, Rittersaal, Trabantensaal) rekonstruiert. Dabei wurden die Deckenbilder durch Carolus Vocke nach historischen Fotografien nachgemalt.

Die anderen Gebäudeteile beherbergen heute einen Teil der Universitätsverwaltung und der Universitätsbibliothek, aber auch Vorlesungssäle und Seminarräume der Universität Mannheim.

Seit 2005/06 fanden umfangreiche Baumaßnahmen am und im Schloss statt. So wurde unter anderem ein Mansarddach aufgesetzt, wie es vor 1945 bestanden hatte. Die Fassaden erhielten eine neue Fassung: dunkelrote Gliederungen und gelbe Wandflächen (diese ursprünglich weiß gefasst). Sowohl in das Mezzaningeschoss als auch in das nach alten Vorlagen neu errichtete Mansarddach zogen die Fachbereichsbibliotheken ein. In den frei gewordenen Räumen der Beletage entstanden nach Rückbau der nach 1945 entstandenen Raumstruktur die alten Zimmerfluchten des Kaiserlichen und Kurfürstlichen Quartiers neu. In ihnen und den nördlich angrenzenden Korridorbereichen sowie im Erdgeschoss wurde ein Schlossmuseum eingerichtet. Es zeigt Wandteppiche, Möbel und andere Kunstgegenstände aus kurpfälzischer und badischer Zeit in Dekorationen, die die ursprüngliche Erscheinung der Räume andeuten.

Der Ehrenhof des Schlosses wird für kulturelle Großveranstaltungen genutzt. Der vormals begrünte Platz wurde entsprechend seiner ursprünglichen Funktion als Cour d'honneur vollständig mit Naturstein gepflastert.

Quelle Texte: www.schloss-mannheim.de; Wikipedia

Durch uns realisiertes Fensterkonzept:

Schloss Mannheim Westflügel 2015Wegen Brandschutzauflagen der Feuerwehr musste die BWL-Bibliothek im Südflügel im Juli 2007 geräumt und in die ehemalige juristische Bibliothek im Schloss-Westflügel ausgelagert werden. Die Räume der BWL-Bibliothek sollten erweitert und neu saniert werden. In Zusammenarbeit mit den Denkmalschutzbehörden Mannheim und Karlsruhe entstand die Konzeption für ein individuelles denkmalgeschütztes Fenster. Zum ersten Mal ist es beim Schloss Mannheim gelungen die aufwändige Kastenfensterlösung die zuvor zum Einsatz kam durch ein Isolierglasfenster mit der Sprosse 22 zu ersetzen. Unser Fenster erfüllt somit die strengen Auflagen der Behörden.

Bei dem Großteil der Fenster im Westflügel handelt es sich um Kastenfenster aus Massivholz, bestehend aus innerem Isolierglasfenster aus den 60er Jahren. Die Außenfenster sind denkmalgeschützt. 2015 haben wir mit der Restauration der Nachkriegsfenster begonnen und bauen innen neue Isolierglasfenster mit Schallschutz- oder Einbruchschutzfunktionen ein. Der entstehende Kastenzwischenraum wird belüftet. Zusätzlich montieren wir Brandschutzfenster der Brandklasse G30, F30 und F90.



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