Theater Heidelberg

Theater Heidelberg, Ansicht Theaterstraße. Copyright Thomas OttWer sich dem sanierten und erweiterten Heidelberger Theater nähert, erlebt eine dramaturgisch perfekt ausgeklügelte Inszenierung: erst das geschäftige Gewusel in der Hauptstraße, dann Momente der Einkehr in der deutlich ruhigeren Theaterstraße - und schließlich das große Aha-Erlebnis beim Betreten des Gebäudekomplexes. Er atmet Weite, Wärme, Helligkeit und Transparenz. Seine Architektur verknüpft das Gestern mit dem Heute und eröffnet Perspektiven für die Zukunft. Das Gesamtensemble, geschaffen vom Darmstädter Architektenbüro Waechter und Waechter, bietet Spiel- und Denkräume für die Stadt und ihre Gäste, wie man sie sich nur wünschen kann.

Nach dreijähriger Sanierungs- und Neubauphase wurde der Neue Saal Ende 2012 mit der Premiere von Tschaikowskys selten gespielter Oper "Mazeppa" eröffnet. Damit wurde ein fast vergessenes Werk wiederentdeckt, dirigiert vom neuen Heidelberger Generalmusikdirektor Yordan Kamdzahlov. Und das Publikum konnte sich einem völlig neuen Raumerlebnis hingeben. Drei Premieren also auf einen Schlag.

Bereits am Wochenende zuvor konnten die Heidelberger beim "Tag der Theater" den prachtvoll sanierten und für die Zukunft fit gemachten Alten Saal sowie die zweckmäßig-elegante Probebühne "Friedrich5" für sich erobern. Und nun also ein weiterer Paukenschlag mit "Mazeppa" am Samstagabend.

Was war nicht alles vonnöten, bis dieser Premierentermin festgezurrt werden konnte?! Jahrelanges Gewurschtel in verwinkelten Altbauten, in denen die Sicherheit der Theatermitarbeiter in hohem Maße gefährdet war. Über Nacht die Theaterschließung im Jahr 2006. Provisorischer Spielbetrieb nach vielen Kompromissen. Langwierige Sanierungs- und Finanzierungsdebatten. Und vor allem eine lange Überzeugungsarbeit zur Rettung dieser für die Stadt so wichtigen Kultureinrichtung.

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Pressestimmen zur Sanierung:

Die Zuschauer können sich nun an der historischen Außenfassade, dem renovierten Theatersaal mit 300 Plätzen und einem neuen Saal mit 500 Plätzen sowie einer der modernsten Theaterbühnen erfreuen.

Focus online, dpa Uwe Anspach, 23.11.2012

Was vorher eine Puppenstube aus ineinander verschachtelten alten Bürgerhäusern war (...) ist jetzt ein geschlossener Theaterkomplex, die alte, fast archäologisch rekonstruierte Bausubstanz mit neuester Technik gefüllt.

Badische Zeitung, Martin Halter, 26.11.2012
 







 



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